Programm 2021

Liebe Mitglieder und Freunde des Geschichtsvereins,

seit März 2020 hat die Corona-Pandemie unsere Aktivitäten sehr stark eingeschränkt. Es ist uns im Vorstand nicht leicht gefallen, immer wieder Veranstaltungen abzusagen. Geplant hatten wir doch ein Jahresprogramm mit interessanten Referentinnen und Referenten und mit attraktiven Themen.

Derzeit ist nicht absehbar, wie sich die Pandemie weiter entwickeln wird. Wir hoffen sehr, dass wir bald wieder optimistisch in die Zukunft blicken können.

Dennoch wollen wir unser Vereinsleben auch 2021 wieder aktiv angehen. Viele Veranstaltungen, die 2020 ausgefallen sind, werden 2021 nachgeholt. Neue Aktivitäten kommen hinzu.

Auf Grund der unsicheren Lage verzichten wir auf den Druck eines Flyers mit dem Jahresprogramm 2021. Sämtliche Veranstaltungstermine veröffentlichen wir rechtzeitig auf unserer Homepage, dienstags als Vereinsanzeige in der Bietigheimer Zeitung und per Rundmail. Teilen Sie uns bitte Ihre E-Mail-Adresse mit, falls noch nicht geschehen.

Damit der Lesestoff nicht ausgeht, erhalten unsere Mitglieder als Jahresgabe die Ludwigsburger Geschichtsblätter Band 74/2020. Besonders hinweisen möchten wir Sie auf den darin enthaltenen Artikel unseres Mitglieds Christian Hofmann über den DLW-Obmann und NS-Agitator Wilhelm Holzwarth.

Wir wünschen Ihnen alles Gute und bleiben Sie gesund!

Ute Bartelmäs
1. Vorsitzende


Kommende Termine

 Sa • 11.12.2021 • 14 Uhr • Treffpunkt am Hindenburgplatz (Ludwigsburger Straße, Ecke Tammer Straße)

„Dr Schuldabuggl“. Ein Streifzug durch die Ortsgeschichte Bissingens mit Siegert Kittel.

Der Rundgang führt uns durch das Bissinger Siedlungskarree Tammer Straße/Schillerstraße/Wannenweg, das vor bald genau 100 Jahren (1921) in einer genossenschaftlichen Siedlungsgesellschaft errichtet wurde. Siegert Kittel ist in einem dieser Häuser 1961 geboren und kann deshalb viel über die Entstehungsgeschichte und das Umfeld dieser Siedlung berichten.

Siegert Kittel

Siegert Kittel lebt seit 12 Jahren im Dreiländereck Weil/St Louis/Lörrach/Hüningen/Basel und betätigt sich dort als Gästeführer.

 Do • 14.7.2022 • 19:30 Uhr • Enzpavillon

Neuer Termin!

Zeitenwende 1870/71: Württemberg und die Gründung des Deutschen Reiches

Die Jahre 1870/71 bedeuteten für das Königreich Württemberg eine Zeitenwende. Der Ausbruch des Deutsch-Französischen Krieges und die Erfolge der deutschen Armeen in diesem militärischen Konflikt stürzten die politische Ordnung in Mitteleuropa binnen weniger Monate um. Seit dem 1. Januar 1871 bildete Württemberg einen Bundesstaat des neuformierten, von Preußen dominierten Deutschen Reiches. Der Vortrag zeichnet die politischen Entwicklungen und die militärischen Ereignisse der Umbruchszeit von 1870/71 aus württembergischer Sicht nach. Ebenso wird danach gefragt, wie die Zeitgenossen Krieg und Reichsgründung erlebten und später erinnerten.

Dr. Wolfgang Mährle

Dr. Wolfgang Mährle ist Referatsleiter im Landesarchiv Baden-Württemberg und leitet den Arbeitskreis für Landes- und Ortsgeschichte im Verband der württembergischen Geschichts- und Altertumsvereine. 2020 kuratierte er die im Hauptstaatsarchiv Stuttgart präsentierte Ausstellung „Nation im Siegesrausch. Württemberg und die Gründung des Deutschen Reiches 1870/71“.


Vergangene Termine

 Do • 14.1.2021 • 15 Uhr • Bf Bietigheim

Abgesagt wegen des Corona-Virus!

Ausstellungbesuch:
Margarethe von Savoyen: Die Tochter des Papstes – La Figlia del Papa – La Fille du Pape

Sie können die Ausstellung aber trotzdem erleben. Über einen Livestream sind Sie sogar bei der Ausstellungseröffnung dabei. Mit einer Einführung von Prof. Dr. Rückert und einem digitalem Rundgang durch die Ausstellung: www.margarethe-savoyen.de

Prof. Dr. Rückert Hauptstaatsarchiv Stuttgart

Anmeldung: kassier@geschichtsverein-bietigheim-bissingen.de.

 Mi • 1.9.2021 • 19 Uhr • Kronenzentrum

Jahreshauptversammlung

  1. Begrüßung
  2. Bericht der 1. Vorsitzenden (Ute Bartelmäs)
  3. Bericht des Arbeitskreises Bunkerforschung (Till Kiener)
  4. Kassenbericht (Reiner Theurer)
  5. Bericht der Kassenprüfer (Holger Röhm und Jörg Kaiser)
  6. Aussprache
  7. Entlastung
  8. Ehrungen
  9. Wahlen
  10. Verschiedenes

Anträge zur Tagesordnung müssen mindestens 5 Tage vor der Versammlung bei der 1. Vorsitzenden eingereicht werden. [Pressebericht]

 Mi • 1.9.2021 • 20 Uhr • Kronenzentrum

Öffentlicher Vortrag im Anschluss an die Jahreshauptversammlung:
Von Waldfrevlern und einer Wehmutter - Die Stadtteile Bietigheim-Bissingens und ihre Umgebung im Spiegel der württembergischen Oberamtsbeschreibungen

Die württembergischen Oberamtsbeschreibungen sind eine Publikationsreihe, in deren Rahmen im 19. Jahrhundert alle württembergischen Oberämter landeskundlich beschrieben wurden. In den Bänden findet sich eine Fülle an historischen, wirtschaftlichen, sozialen und geographischen Informationen. Neben nüchternen Fakten und Daten gibt es zahlreiche anschauliche Geschichten und Anekdoten zur Geschichte der jeweiligen Orte. So auch in den Oberamtsbeschreibungen, welche die heutigen Stadtteile Bietigheim-Bissingens betreffen. Diese gehörten damals zu verschiedenen Oberämtern: Bietigheim und Metterzimmern zum Oberamt Besigheim, Bissingen zum Oberamt Ludwigsburg und Untermberg zum Oberamt Vaihingen.

Im Vortrag wird zunächst die Entstehung der Oberamtsbeschreibung im Allgemeinen skizziert werden. Im Zentrum des Referats steht jedoch die Ortsgeschichte. Es werden dabei zahlreiche spannende und erstaunliche Begebenheiten und Fakten zur Vergangenheit des heutigen Bietigheim-Bissingens, welche sich in den Beschreibungen finden, vorgestellt werden.

Dr. Christoph Florian

Dr. Christoph Florian ist Leiter des Stadtarchivs Bietigheim-Bissingen

 So • 12.9.2021 • 14 Uhr • Treffpunkt: Grünwiesenstraße, nördliches Ende am Waldrand

Führung durch die denkmalgeschützte Kammgarnspinnerei

Die „Ökumenische Arbeitsgemeinschaft für Stadtgeschichte“, der auch Erwin Rudolph, Peter Lommel und Wolfram Wehnert angehören, wiederholt eine stark nachgefragte Führung durch die ehem. Kammgarnspinnerei vom Mai 2019 jetzt für den Geschichtsverein Bietigheim-Bissingen. Dass es die größte zusammenhängende Industrie-Anlage des 19. Jh. in Baden-Württemberg ist, die in ihrer Gesamtheit bis heute erhalten und deshalb vollständig unter Denkmalschutz steht, ist vielen nicht bewusst. Es lohnt sich einmal genauer hinzuschauen.

 Do • 23.9.2021 • 19:30 Uhr • Enzpavillon

Conrad Bareiss, Großaktionär der Kammgarnspinnerei Bietigheim und seine Verbindungen zum Widerstand gegen Hitler

Innerhalb des Themenschwerpunkts „Kammgarnspinnerei Bietigheim“ geht es diesmal um die Besitzverhältnisse der Aktiengesellschaft Kammgarnspinnerei Bietigheim. Großaktionär war Conrad Bareiss, seines Zeichens Eigner der Kammgarnspinnerei Schachenmayr Mann + Co in Salach im Filstal. Welche Verbindungen es während des 2. Weltkriegs zwischen Conrad Bareiss und deutschen Widerstandsgruppen wie dem „Boschkreis“ auf der einen und den Vereinigten Staaten von Amerika auf der anderen Seite gab, wird uns Wolfram Wehnert in seinem Vortrag darlegen. [Pressebericht]

Wolfram Wehnert

 Fr • 22.10.2021 • 19:00 Uhr • Kronenzentrum (großer Saal)

Revue zu „100 Jahre Bietigheimer Tag“ mit „Dein Theater“

(In Kooperation mit der ev. Kirchengemeinde Bietigheim und der SPD)

 Do • 28.10.2021 • 19:30 Uhr • Enzpavillon

„Gott ist mit uns und schützt uns.“ - Schwäbische Auswanderer im Kaukasus

Wenn von Auswanderung aus Deutschland im 19. Jahrhundert die Rede ist, denkt man in der Regel an die Amerika-Auswanderung. Das ist zwar richtig, schließt aber die nicht unerheblichen Migrationen nach Ost- und Südosteuropa bis hin nach Asien aus.

Ein besonderes, in Vergessenheit geratenes Kapitel dieser Migrationsgeschichte ostwärts bilden Auswanderer aus dem Schwäbischen im Kaukasus. Der Vortrag beleuchtet die Gründe, die sie veranlasst haben, ihre Heimat zu verlassen, die Reise und deren Umstände, den schwierigen Neuanfang und die Blüte der Ansiedlungsorte bis hin zu den heute nur noch spärlichen Spuren schwäbischer Auswanderer im Kaukasus. Deren Auswandererbiografien verbinden Landes- und Globalgeschichte und verweisen auf den Stellenwert von Migrationen in Geschichte und Gegenwart.

Dr. Mathias Beer

Dr. habil. Mathias Beer, Tübingen, ist ein auf dem Gebiet der Migrationsgeschichte des 18. bis 20. Jahrhunderts durch zahlreiche Publikationen ausgewiesener Historiker. Für seine Verdienste bei der Erforschung der Auswanderung aus dem und der Zuwanderung in den deutschen Südwesten wurde er 2017 mit dem Ludwig-Uhland-Preis ausgezeichnet.


Legende

GV-Runde / Vortrag, Exkursionen, Kunstreisen.